Edita Buresch…

Als Fräulein Edita Meyer 1932 den ersten Tanzkurs als staatlich geprüfte Tanz- und Gymnastiklehrerin anbot, ahnte sie noch nichts von dem enormen Erfolg, den sie mit ihrer Tanzschule erringen würde. Anfangs fand der Tanzunterricht im Deutschen Adler, im Gildehaus, im Sternenhaus, in Hotopps Hotel und in einigen auswärtigen Gaststätten statt. Jeder Unterrichtsort wurde mit dem Fahrrad erreicht; die Tanzmusik wurde von einem Klavierspieler gespielt.

Nach den Kriegswirren, die die mittlerweile verheiratete Edita Buresch als Krankengymnastin im Sülte-Lazarett (heute Novotel) und im Lazarett von Ottbergen verbrachte, bot sie Ende 1945 erstmals wieder einen Tanzkurs an. Auf Grund von Stromsperren sorgten Petroleum-Lampen für Licht und ein großes Loch im Boden des Berghölzchens wurde mit Schultaschen umrahmt, damit niemand hinein tanzte. In manchen auswärtigen Lokalen brachten die Schüler Kohlen oder Holz mit, damit geheizt werden konnte. Ballkleider wurden aus Gardinen genäht.

1958 mietete Edita Buresch erstmals eigene Räumlichkeiten in der Osterstraße an, die aber irgendwann zu klein wurden. In den ehemaligen Büroräumen der Fa. Edeka in der Senkingstraße entstand 1972 ein neues „Tanzschulheim“. Die Samstags-Partys waren, da es noch keine Discotheken gab, bei allen Schülern DER Treffpunkt.

1976 übergab Edita Buresch die Leitung ihrer Tanzschule an ihre Tochter Irmelin, die ihr bereits seit 1966 zur Seite stand.

Seit Januar 2000 führt Jens Schulte-Koch das Traditionshaus. Der Namenswechsel von „Tanzschule“ zu „TANZHAUS“ dokumentiert seitdem, dass eine Tanzschule nicht nur Unterrichtsbetrieb, sondern auch hochwertiger Freizeit- und Veranstaltungsdienstleister sein kann.